KI-Pflichten für KMU: Das müssen Sie wissen 2026
Das KI-Gesetz gilt für alle Unternehmen – auch für kleine und mittlere Betriebe. Erfahren Sie konkret, was für Ihr KMU oder Ihre Selbstständigkeit gilt.
Gilt das KI-Gesetz auch für mich als Kleinunternehmer?
Die gute Nachricht: Die meisten Pflichten betreffen vor allem Hochrisiko-KI (Medizin, Infrastruktur, Justiz). Für einen einfachen Chatbot auf Ihrer Website gelten vergleichsweise moderate Pflichten.
Was muss Ihr KMU tun?
Checkliste für kleine Unternehmen
- ☐ KI auf Website identifizieren: Haben Sie Chatbots, KI-Features oder automatisierte Elemente?
- ☐ Als KI kennzeichnen: Alle KI-Elemente müssen als solche erkennbar sein
- ☐ Datenschutzerklärung aktualisieren: Hinweis auf KI-Einsatz hinzufügen
- ☐ AVV prüfen: Auftragsverarbeitungsverträge mit KI-Anbietern prüfen
- ☐ Cookie-Banner: KI-Cookies entsprechend konfigurieren
Beispiele: Was ist für wen relevant?
Einzelunternehmer / Freiberufler
Sie haben eine Website mit Kontaktformular – meist keine KI-Pflichten. Nutzen Sie einen Chatbot? Dann gilt die Kennzeichnungspflicht.
Agentur mit 5-20 Mitarbeitern
Sie setzen KI für Texte und Bilder ein – Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte. Intern können Sie KI frei nutzen.
Mittelstand mit 50-250 Mitarbeitern
Sie haben ERP-Systeme mit KI, Chatbots und möglicherweise HR-KI – erweiterte Dokumentationspflichten und DSGVO-Konformität erforderlich.
FAQ: Häufige Fragen zu KI-Pflichten für KMU
Ich habe nur einen einfachen Chatbot auf meiner Website – was muss ich tun?
Der Chatbot muss als KI erkennbar sein (z.B. "Dieser Chatbot nutzt künstliche Intelligenz"). Das ist in der Regel ausreichend.
Müssen wir eine KI-System registrieren?
Nur für Hochrisiko-KI (Medizin, Infrastruktur, Justiz, etc.) ist eine Registrierung in der EU-Datenbank erforderlich. Einfache Chatbots sind in der Regel nicht hochriskant.
Wir nutzen ChatGPT intern für Texte – ist das erlaubt?
Ja, die interne Nutzung ist erlaubt. Achten Sie aber auf DSGVO-Konformität (AVV mit OpenAI oder lokale KI nutzen) und kennzeichnen Sie KI-generierte Inhalte nach außen.
Was passiert, wenn wir das KI-Gesetz ignorieren?
Bußgelder bis zu 35 Millionen Euro oder 7% des Jahresumsatzes sind möglich. Auch Abmahnungen von Wettbewerbern sind bei Verstößen zu erwarten.
5 Schritte zur KI-Compliance für KMU
- Bestandsaufnahme: Wo setzen wir KI ein (Website, interne Tools, Produkte)?
- Risikoklasse prüfen: Handelt es sich um Hochrisiko-KI?
- Kennzeichnung sicherstellen: Alle KI-Elemente als solche erkennbar machen
- Dokumentation: KI-Einsatz in Datenschutzerklärung und ggf. Verarbeitungsverzeichnis aufnehmen
- Regelmäßig prüfen: Compliance regelmäßig überprüfen
Ist Ihr KMU vorbereitet?
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